Südfriesische
Raubfisch-Abenteuer

in waterland

Wer von einem Raub(fisch)zug aus der Region Waterland van Friesland zurückkommt, könnte durchaus einige Erfolge vorweisen. An einem ganz gewöhnlichen Vormittag ist es nicht ausgeschlossen, dass ein Zander von bis zu einem Meter Länge am Haken hängt. Vorausgesetzt man kennt die richtigen Stellen, ist entsprechend ausgerüstet und... tja, Glück muss man natürlich auch haben. Manchmal kommt das Glück in der Gestalt von Jeroen von Predator Fishing Holland. Der erfahrene Angelführer weist gerne den Weg zu den besten Anglerplätzen und gibt jede Menge brauchbare Tipps. Gemeinsam mit ihm gehen wir - zwei wackere VVV-Mitarbeiter namens Wilco und Robert Jan - an Bord, um das Raubfischabenteuer im Waterland einmal selbst zu erleben.

Bevor es losgeht, weist uns Führer Jeroen in die Sicherheitsvorschriften ein. Das Wichtigste: sich sorgfältig umsehen, bevor man die Angel auswirft, damit man den Anglerkumpan nicht mit dem Haken erwischt. Sonnenbrillen sind auch bei schlechtem Wetter vorgeschrieben. Sie dienen als Sicherheitsbrille. Selbst hat Jeroen schon zweimal einen Haken abbekommen. Dieses Erlebnis möchte er sich für die Zukunft lieber ersparen. "Davon gibt es schon genug zu sehen auf YouTube. Und übrigens: Nein, Raubfische fangen ist kein gefährlicher Sport.

Das Gefährliche daran sind allenfalls die Menschen." Als er uns aber daraufhin mit spannenden Worten davon erzählt, wie er zuletzt einen Hecht gefangen hat, wird uns dann doch ein wenig mulmig. „Wenn man einen Hecht an der Angel hat, soll man ihn zunächst ein wenig zappeln lassen. Viele ziehen ihn viel zu schnell an Bord. Und dann kann so ein Fisch echt pampig werden. Wenn man dann noch ein paar mehr Hechte zu schnell aus dem Wasser holt, dann kann man durchaus mit blutigen Gliedmaßen rechnen. Denn Hechte haben ganze 700 Zähne!" Na das kann ja heiter werden. Wir fahren Richtung Sneekermeer.

“Raubfische fangen ist kein gefährlicher Sport.
Das Gefährliche daran sind allenfalls die Menschen.”

Monsterfisch am Haken

Kurz vor der Schleuse von Terherne halten wir an und sind damit schon an einem der Angel-Hotspots schlechthin. Das Echolot zeigt uns, dass die Bodenstruktur hier ideal ist. Wilco und Robert Jan beginnen mit dem "Jiggen". Der Trick dabei: Die Gummifische (die sogenannten Shads) müssen immer mit ca. 15-30 cm hohen Sprüngen über den Boden geführt werden, um dann in einer geraden Linie wieder langsam auf den Boden abzusinken. Auf diese Weise imitiert man einen kleinen, verletzten Fisch - normalerweise leichte Beute für einen Raubfisch.


Nach einer halben Stunde Eingewöhnung schlägt Wilcos Angel an. Einer hat angebissen! Im hohen Bogen spannt sich die Angel und beschert allen Beteiligten einen Adrenalinstoß. Jeroen greift sofort nach dem Landungsnetz, sieht aber schnell ein, dass er für dieses Exemplar wohl das größere Netz braucht. Nach kurzem, aber zähem Kampf wird der Fisch begleitet von vielen Ooh- und Aahh-Rufen, gewürzt mit einigen nicht ganz jugendfreien, aber dennoch positiv gemeinten Kraftausdrücken an Bord geholt. Wow, was für ein Monsterfisch. Stolze 84 cm. „So ein Exemplar hatte ich in diesem Jahr noch nicht an Bord!" gibt Jeroen zu. „Ich schätze den mal grob auf 4 Kilo." Nach einem blitzschnellen Fotoshooting mit dem Fisch setzt Jeroen den Zander wieder ins Wasser zurück. So bleibt der Fischbestand erhalten und die Region Waterland van Friesland kann ihren Ruf als Raubfischregion Nummer 1 verteidigen.

Waterland:
ein riesiges Anglerrevier

Waterland van Friesland ist die Raubfischregion für Kenner. Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos: die friesischen Seen, Gräben und Kanäle oder sogar 'Streetfishing' in den malerischen Städten und Dörfern. Auch der Fischbestand in den friesischen Gewässern lässt keine Wünsche offen. Was man allerdings braucht, ist ein Angelschein (VISpas). Dann steht einem Angeltrip nichts mehr im Wege. Fischen Sie nur gelegentlich in Friesland und lohnt sich der VISpas nicht? Nur in Friesland gibt es auch Angelscheine für eine Woche zum Preis von 10,- €.

www.vispas.nl

Raubfische fangen im Mondschein

Abends und nachts ist der Raubfischfang natürlich besonders spannend. Ideal auch für Anfänger. Gerade dann lernt man, mehr auf sein Gefühl zu vertrauen, weil man die Angel nicht so gut sieht. Jede kleinste Bewegung an der Angelleine merkt man sofort.

Angeln: nirgendwo besser als in Friesland

Beeindruckt angeln Robert Jan und Wilco weiter. „Einfach toll", meint Robert Jan. „Ich habe so ziemlich überall geangelt, und ich hätte nie geglaubt, dass ich mich jemals mit einem Angelführer aufs Wasser begeben würde. Ganz großes Kino! Wo man am besten angeln kann? Natürlich hier, in meiner Heimat Friesland. Und ja, auch Wilco hat gerade einen beachtlichen Fisch gefangen. Ich gönne es ihm, aber mir gönne ich diesen Monsterfisch umso mehr", lacht er.

“'catch and release'
ist das prinZip.”

Welse im Waterland

Monsterfische scheinen übrigens keine Seltenheit im Sneekermeer zu sein. Auch auf Welse stößt man mitunter. „Die gab es hier immer schon. Früher versuchten wir, sie mit einem Nylonfaden zu fangen", erzählt Jeroen. „Der war aber nicht stark genug." Seitdem wir mit einem geflochtenen Draht arbeiten, holen wir ab und zu mal einen aus dem Wasser." Es sollte nicht bei der einen Anekdote bleiben. Und natürlich fachsimpelten wir während der Fahrt ständig über die besten Angelplätze und die beste Ausrüstung. Sogar das Wetter stimmte. Wenn das kein gelungener Morgen war... Im Herbst ist eine Angeltour auch sehr empfehlenswert, denn dann fressen sich die Fische für die Winterstarre voll und sind am dicksten. „Aber ich setze die Fische immer wieder ins Wasser zurück", erklärt Jeroen. „Für mich gilt das Prinzip 'Catch and release'."

angelboot mieten oder mit angelführer herausfahren

Möchten Sie selbst ein Angelboot mieten oder sich mit Angelführer Jeroen aufs Wasser begeben? Tagsüber, abends oder vielleicht sogar nachts? Reservieren Sie direkt auf www.predator-fishing-holland.nl. Auch eine spaßige Street-Fishing-Tour ist möglich: mit dem Fahrrad ("Bike for Pike") oder zu Fuß ("Hike for Pike").